Dennis Vihar:    Die Geschichte von Rotfettchen

 

Es war einmal eine kleine, dicke und verblödete Sozialarbeiterin. Immer wenn man sie auf ihre Figur ansprach, wurde sie ganz rot im Gesicht. Deswegen wurde sie von allen auch Rotfettchen genannt.
    Eines schönen Tages, als Rotfettchen beim Bügeln war, rief sie ihre alte, schrumplige und geizige Oma Trude an: "Rotfettchen, beweg dich schnell zu Aldi, kauf mir etwas Grießbrei und Wasser ein, und dann mach dich auf dem weg hierhin!"
    Und da unser Rotfettchen eine hochengagierte Sozialarbeiterin ist, machte sie sich auf dem Weg zu Aldi.
    Auf dem Weg zu der alten Oma begegnete Rotfettchen dem alten, verwahrlosten Frührentner Bettmän, der für die Gerechtigkeit auf der Welt kämpft. Als Rotfettchen den alten, inzwischen schon fetten, bierbäuchigen Bettmän sah, kam ihr eine Idee: Sie erzählte dem Supermacho von der geizigen alten Oma. Und da unser Bettmän ja für die Gerechtigkeit auf der Welt ist, ging er mit mit Rotfettchen und seinem Assistent, dem Wolf, zu dem Haus der Oma.
    Als alle drei zur Tür hereinkamen, traute Rotfettchen ihren Augen nicht: Angetan von der Blut-brechenden alten Schabbacke, stürzte sich das Kleinhirn Bettmän vor der Oma auf die Knie und sagte: "Oh meine reiche, wunderhübsche Liebste, du (oder besser gesagt: dein Geld) sollst mein werden, weil ich dich liebe." Beide verschwanden auf Nimmerwiedersehen. 
    Rotfettchen fiel in Ohmacht, und da auf einmal packte sich der Assistent Bettmäns, der Wolf. Rotfettchen und verschlang sie.
    Und was wurde aus Bettmän und der Oma? Beide lassen sich in Australien auf ihrer Range die Sonne auf den Arsch scheinen und kassieren satte Renten.

Und die Moral von der Geschicht? - Gibt es nicht!

 

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Stand: 11. Oktober 2003