Dennis Vihar:    Buchkritik: Dürrenmatt - Die Physiker

 
Friedrich Dürrenmatts Komödie "Die Physiker" ist 1998 im Diogenes Verlag erschienen. Hierbei handelt es sich um eine Neufassung von 1980. 
    Die Physiker handelt von den drei Kernphysikern Herbert Georg Beutler (Newton), Ernst Heinrich Ernestie (Einstein) und Johann Wilhelm Möbius (Möbius), welche fast ihr ganzes Leben in der Irrenanstalt von der Irrenärztin Mathilde van Zahnd verbringen. Das Leben der drei kranken Physiker scheint seinen gewohnten Lauf zu nehmen, bis eines Tages die Krankenschwestern Martina Boll, Monika Settler von Einstein und Möbius ermordet werden. 
    Nach und nach decken sich die wahren Identitäten der drei anscheinend geisteskranken Physiker auf. 
    Dürrenmatt spricht mit diesem Teilstück aus Drama und teils Komödie jede Altersgruppe an, da das Theaterstück teilweise sehr wichtige Elemente enthält, die den jungen Leser ansprechen, und  auch ernste Elemente, die zum Nachdenken anregen und daher aber ältere Leser überzeugen dürften. Dürrenmatt gelingt es sehr gut reale Geschehnisse in seinem Buch umzusetzen. Der Inhalt des Buches ist für jedermann verständlich. Dürrenmatt gelingt es außerdem, das Thema der Kern- und Atomphysiker in seinem Buch auf dramatischer Art und Weise umzusetzen. Der Autor stellt auf vorzüglichem Wege den genialen Physiker Möbius dar, der die Schreckensformel entdeckt hat und sich letztlich der Gefahr bewusst wird.
    Wie Dürrenmatt das Problem der Atomphysik anspricht, ist einfach genial und dürfte somit jeden Leser ansprechen.

 

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Stand: 11. Oktober 2003