- f. 1993, Los Angeles, USA
- Alternative Pop-Rock, Punk-Pop
Pinkerton / 24. September 1996 / Geffen (720642500729)






Tired
of Sex | Getchoo | No Other One | Why Bother? | Across the Sea | The Good Life |
El Scorcho | Pink Triangle | Falling for You | Butterfly
- Schon während des Anfangstitel "Tired of Sex" wird klar: Es hat
sich was getan im Hause Weezer. Und zwar ganz gewaltig! War Weezer noch
gezeichnet von lustigen Texten und sonniger und harter Musik, so ist Pinkerton
bedeutend dunkler und massiger - die Gitarren quietschen und brechen, die Beats
sind brutal und kompromisslos, der Gesang ist zusammengeschmolzen mit der
gesamten Musik, gefüllt mit dünnen aber aussagekräftigen
Background-Vocals. Kurzgesagt, Pinkerton wirkt wie eine Aufnahme
einer Live-Band, die es versteht, den Zuhörer durch die entstandene
Atmosphäre mit in die Musik einzubinden. Doch entgegen all diesen Vorzügen
wurde das Album von den Kritikern teilweise zerrissen. Viele sahen nicht die
beeindruckend positive Entwicklung des Songwriters Rivers Cuomo. Doch gerade
solche Lieder wie der Opener "Tired of Sex" oder "No Other
One" sollten die Kritiker von seinen Talenten überzeugen. Das Album
wurde auch oft als Konzeptalbum, basierend auf Madame Butterfly, missinterpretiert
worden. Doch jeder Song hat seine eigene Identität, getrieben von
powervollen, melodischen Hooklines und dem selbst-abwehrenden Gefühl für
Humor ("Pink Triangle" handelt von der Liebe zu einer Lesbe) und
auch von Verletzbarkeit ("Across the Sea", "Why Bother?").
Weezer können aber immer noch wunderbar catchige Singles fabrizieren - den
Chorus von "The Good Life" kann man sich besser einprägen als den
von "Buddy Holly".
- Alles in Einem ist Pinkerton das bessere Album, da es
die angesprochene Entwicklung der Band auf erstaunlicher Art und Weise
dokumentiert. Außerdem zeigt es offener Emotionen, die auf Weezer nicht
so richtig zum Vorschein kamen.
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Stand: 04. Januar 2004