
Loud / 19. März 2002 / eastwest (Warner) ![]()
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(1) Help Me
(2) Manga
(3) Hash Driven
(4) Shifter
(5) Hard Life
(6) That's How I've Been Dancin'
(7) We Are Nothing
(8) Old School Vibes
(9) O.C.B.
(10) To Get Down
(11) Ubik
(12) Like Love
(13) Caravan
(14) Bad Days
Nach dem Durchbruch anno 2000 (der in den Britischen Top Ten hochplatzierte Remix von „Dooms Night“) und einem relativ ruhigen 2001 (nur ein Top 40 Einstieg) meldete sich Timo Maas 2002 mit seinem ersten Album zurück, auf dem er mal nicht als DJ oder Remixer agierte, sondern als Produzent. Und dazu als jener seiner eigenen Lieder, meist zusammen mit Martin Buttrich als Co-Produzent und Mixer. Hardliner der Szene mögen sich die Nase bei diesem Gedanken rümpfen, aber Maas hat ein wunderbares Händchen für Produktionen und dazu noch ein recht ästhetisches (wobei man fairerweise auch einiges Buttrich mit anrechnen muss), obwohl er einige Effekte benutzt, die sich wie Adaptionen von Videospielen der 1980er Jahre anhören. Hörer die sich gerne noch an die verzerrten Basslines und Funkelemente von „Dooms Night“ erinnern und versuchen, eben jene wieder herauszuhören, werden in der Tat fündig; „Shifter“ ist das beste Stück auf dem Album, das glitzernde 1980er Jahre Synthesizer bietet sowie ausgezeichnete Leadvocals des Newcomers MC Chickaboo, der einen Touch von R&B rüberkommen lässt. Sicherlich verlässt sich Maas nicht nur auf diesen einzigen Sound und hofft auf seine Hitqualitäten, und auf die des R&B-Sektors. Gleichwohl (er hatte sicherlich alle Rechte dafür) beginnt er den Longplayer mit „Help Me“, auf dem er R&B-Sängerin Kelis sich mit einem Science-Fiction Soundtrack aus den 1950er Jahren messen lässt. Dazu kommen perfekt platzierte Synthesizer und Hörner. Nahezu immer dann wenn Maas einen derart catchigen Sound entlädt, dass dieser nach ca. 4 bis 5 Minuten ein Monster auf den Trance-Tanzflächen werden könnte, während er die Spannungsbögen bis zur Ekstase komplett ausgereizt hat, wechselt er das gesamte Tempo, die Bridge, sogar den gesamten Track und spielt Effekte gegeneinander aus, so wie die Großmeister des Genres (Orbital). Seine wenigen Versuche Popvocals zu schreiben („O.C.B“, die Single „Ubik“) bieten kaum einen messbaren Vergleich zu den restlichen Aufnahmen, aber Maas hört niemals damit auf, mit den herkömmlichen Konventionen des zeitgenössischen Dances zu brechen. Eben das macht Loud zu einem solch guten Album.
- Dennis Vihar
Timo Maas online: www.timomaas.de
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