The Verve Pipe
f. 1992, East Lansing, USA
Alternative Pop-Rock, Post-Grunge

The Verve Pipe / 1999 / RCA (078636766423)  

Supergig | She Loves Everybody | Hero | Television | In Between | Kiss Me Idle | Headlines | The F Word | Generations | Half a Mind | She Has Faces | La La

Eingefleischte Verve Pipeings fühlen sich wie auf Wolke 7. Was hat man nicht alles bei Villains vermisst: Die himmlischen Background-Vocals á la Pop Smear und wieder mal eine Gemeinschaftsproduktion. Ja, eine Produktion wo jeder seine Butter bei de' Fische tut.
    Gesagt, getan, eine Band, ein Album: The Verve Pipe präsentiert sich wieder im Stile von Pop Smear und strahlt nur voller Selbstbewusstsein. Auf einer Seite hat man es geschafft solch göttliche Kracher wie "The F Word" und/oder eine solche Walze wie "Hero" einzuspielen, andererseits versucht man ein klassisches 12-Lieder-Album auf den Markt zu werfen. Da bleibt es natürlich nicht aus dass das Pulver schon fast am Anfang verschossen wird. "Supergig" erzählt die lustig-nachdenkliche Geschichte einer Band die sich nach erstklassigen Bühnenauftritten sehnt und "Hero" die Geschichte eines Möchtegernhelden. Alles ist anfänglich anspruchsvoll. Bis, ja bis, "Kiss Me Idle". Der erste Aussetzer. "The F Word" reiht sich als Nummer 8 in die Trackliste ein. Ein Kracher für Zwischendurch. Dann "Generations" als Numero 9. Nicht schlecht, nicht schlecht (hätte aber besser sein können). "La La" ist als Schlussstrich eigentlich mehr oder weniger gelungen.
    Die Band muss sich den Vorsatz gefallen lassen: Das Album wirkt zu kalkuliert. Es versucht ein klassisches 12-Lieder-Album zu sein. Es gelingt auch mit einigen Krachern - aber auch mit einigen Aussetzern. Schade, sonst hätte The Verve Pipe ein Meisterwerk sein können. Unterm Strich bleiben aber nur Radio-Hits, sogenannte Singalongs die zweifelsohne ihre Qualitäten haben.

 

Copyright © 2004 by Dennis Vihar and DeViCom. All Rights Reserved.
Stand: 04. Januar 2004