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- Soundgarden
- f. 1984 in Seattle, WA, USA db. 9. April 1997
- Alternative Pop/Rock, Heavy Metal, Grunge, Alternative Metal
Superunknown / 8. März 1994 / A&M 





(1) Let Me Drown
(2) My Wave
(3) Fell on Black Days
(4) Mailman
(5) Superunknown
(6) Head Down
(7) Black Hole Sun
(8) Spoonman
(9) Limo Wreck
(10) The Day I Tried to Live
(11) Kickstand
(12) Fresh Tendrils
(13) 4th of July
(14) Half
(15) Like Suicide
(16) She Likes Surprises

- Soundgardens Sternstunde Superunknown ist ein 70-minütiges, gigantisch sprudelndes Meisterwerk, das so manche Grenzen des bisher Bekannten weit hinaus überschreitet. Soundgarden haben es immer gemocht, mit den Riffs von Led Zeppelin und Black Sabbath zu experimentieren. Aber diesmal orientiert sich das Album und dessen Sound mehr an Zeps gesetztere Zeit und deren epische Momente, in der sie ebenso viel Erfolg hatten wie zu ihrer wilden Zeit. (Wenn ihr Erfolg zu dieser Zeit, nicht nur kommerziell gesehen, nicht sogar noch größer war.) Soundgardens frühere Punkeinflüsse sind kaum noch auszumachen. Ersetzt wurden Soundgardens Punkwurzeln durch überraschend aufgekommende Pop- und Psychedeliaeinflüsse. Badmotorfinger prahlte mehr mit seinen imposanten Metalriffs, mehr als eigentlich dahinter steckte. Auf Superunknown aber scheint die eigentliche Kraft hinter Cornells Gesang zu stecken: er schafft es, die einzelnen Bandkomponenten perfekt miteinander zu verbinden, leitet mit seinem Gesang von einem Thema zum anderen. Er verbindet anstatt zu trennen.
- Die restliche Produktion ist hart, geradlinig und schnörkellos. Dadurch erreicht die Band eine für sie ungewöhnliche tonale Breite mit einer Wärme, die sich perfekt mit deren Härte zu vertragen scheint. Glanzstück dieser wunderbaren Mixtur ist die Metal-Ballade "Black Hole Sun" - die gesamte Härte der Band in deren Riffs, dazu Gegenpool Cornell und die schreienden Slide-Riffs.
- Soundgardens Stärke hat zwei Seiten: Deren Psychedelia-Sound und deren stetig steigendes Potenzial, ihren Sound von Track zu Track wachsen zu lassen. Zwar waren Soundgarden immer ein wenig psychedelia-lastig, aber nie waren sie so gereift wie hier. Wohl gerade wegen ihrem Mut, Sound-Experimente ohne Einbuße zu wagen. Das Resultat sind weniger harte Metal-Riffs und dafür mehr Gefühl, detailliertere Arrangements und eine Brücke zum Pop/Rock. Diese melodische Blüte ist auf dem ganzen Album präsent, nicht nur bei den poppigen Songs von Superunknown - obwohl das Drumming von Matt Cameron an einigen Stellen mehr oder weniger durchschnittlich ist, gelingt es der Band dank deren Beständigkeit dies quasi wettzumachen, sodass man sich nicht ganz so auf das Getrommel konzentriert. Das fokussierte Songwriting macht es der Band möglich, ihren Sound einer melodiöseren Bandbreite zu öffnen, ohne dabei in nur eine Schiene zu rutschen wie zuvor. Zwar sind die teilweise enorme Dissonanz und die ungewohnte Soundgarden-Rhythmik immer noch zum Teil vorhanden, aber dies zieht die Aufmerksamkeit des Hörers bei jedem weiteren Hören auf sich.
- Dieses Album scheint mit jedem weiteren Zuhören zu wachsen. Es ist offensichtlich, dass Superunknown als Meisterwerk konzipiert war - und dieser Erwartung wird es voll und ganz gerecht.
- Dennis Vihar
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Chris Cornell online: www.chriscornell.com
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