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- Slint
- f. 1987 in Louisville, KY, USA db. 1992
- American Underground, Post-Rock/Experimental, Instrumental Rock, Alternative Pop/Rock, Indie Rock, Experimental Rock, Math Rock, Emo
Spiderland / 1991 / Touch & Go 





(1) Breadcrumb Trail
(2) Nosferatu Man
(3) Don, Aman
(4) Washer
(5) For Dinner...
(6) Good Morning Captain

- Fragt man heute nach den Begründern des eigentlichen Indie-Rocks, dann fallen viele Name. Viele verschiedene. Aber einer sollte immer fallen, und das zu Recht: Slint. Spiderland ist immer noch eine der wesentlichen Referenzen in Sachen kalter und gleichzeitig gefühlsgeladener Indie-Rock in der Post-Rock-Arena. Auch noch heute.
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- Unerfahrene und eher neue Anhänger der American-Underground-Szene werden auch, ohne lange hinhören zu müssen, in der Lage sein, das schier überwältigende Element des Experimentellen herauszuhören. Nun ja, wie kann man das auch überhören, wenn die Riffs wie Fragmente zusammengesetzt scheinen und man während eines Tracks immer wieder von den vielen stilistischen Wechseln überrascht wird? Und gleichzeitig ist dies alles mehr als melodiös und von einer einzigartigen Kraft zusammengehalten, sodass man sich wie in einer anderen Rockwelt wiederzufinden scheint. Dieses Motiv des leise-/laut-Rocks wurde von vielen weiteren Bands aufgegriffen - von Lou Barlow bis hin zu Mogwai.
- Die emotionale Ladung des Albums hat sich zu hundert Prozent vom üblichen Prog-Rock und dessen Kitsch-Fehltritten wegbewegt, was der Band wiederum viele Anhänger beschert hat. Und man braucht kein Großmeister zu sein, um zu wissen, was mit "Slint-Dynamics" gemeint ist. Mit am interessanten ist wohl diese Dynamik in den sich immer weiter aufkochenden, knochigen Tracks wie "Nosferatu Man" - es wird immer schneller, harte Gitarren prechschen auf einmal los, dazu die weinerliche Gesangsstimme, wieder Ruhe . . . so vampirisch und unheimlich, als wenn man in einem Märchenwald ausgeetzt worden ist. "Good Morning Captain", eine murrende Ode an "The Rime of the Ancient Mariner", ist einer dieser Songs, die den Anfang vom Ende der Band signalisieren. Denn wo wollen die Jungs noch hin?
- Die Aufnahmen sind emotional tief, traumatisch und ein Beweis der These, dass Bandmitglieder immer ein Stück weit institutionalisiert sein müssen während der Aufnahmen. Brian McMahan "spricht" und "schreit" sich seinen Weg durch das Album, in einem augenscheinlich nicht zu überhörenden Kontrast zu dem, was der Rest der Band an Intensität bietet. Seine Stimme ist zu schwach, um mit den harten Riffs und Drums mithalten zu können. Dies ist für den Einen eine Schwäche, weil Brian unengagiert und saftlos erscheint. Für den Anderen macht das mit die Stärke aus.
- Wie auch immer, Spiderland ist bis heute eine der besten Referenzen in Sachen Indie und Experimental Rock. Eben wegen seiner vielen Kontraste und Gegensätze.
- Dennis Vihar
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Slint online: www.slint.us
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