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- Shellac
- f. 1992 in Evanston, Illinois, USA
- Post-Hardcore, Indie Rock, Noise-Rock
1000 Hurts / 8. August 2000 / Touch & Go 




(1) Prayer to God
(2) Squirrel Song
(3) Mama Gina
(4) QRJ
(5) Ghosts
(6) Song Against Itself
(7) Canaveral
(8) New Number Order
(9) Shoe Song
(10) Watch Song

- Nicht dass Ihr irgendetwas Neues von 1000 Hurts erwartet! Und schon gar nicht von Shellac. Wieso sollte eine solche Hardcore-Band ihren Stil ändern? Und gerade Steve Albini? Jener Rockveteran, der so namenhafte Bands wie die Pixies, Bush etc. produziert hat.
- Shellacs Sound hat sich nicht sonderlich geändert oder gar weiterentwickelt. Brechen sie dicke Ketten indem sie Aufnahmen von fruchtvollen Sessions veröffentlichen? Nicht wirklich. Nur die Band selbst scheint das beantworten zu können. Die zackigen Funken Steve Albinis' Gitarre, der relaxte und groovige Bass von Bob Weston, das wohl-akzuentierte aber irgendwie linkische Schlagzeug von Todd Trainer harmonisieren, soweit man bei Shellacs Sound davon sprechen kann, jedoch in Toppform. Und irgendwie scheint es, als wenn Albinis Gitarre mehr Anmut mit den voranschreitenden Jahren gewinnt - betrachtet man nur dieses einzigartig dreckige Jazz-Thema am Ende von "Canaveral". Eine rohe, ungeschliffene Produktion, die keinerlei Pop-Schönheiten offenbaren will? Ohne jegliche Überladung? Beschissen einfach gehalten, ohne Schnörkel? Alles Elemente dieses unscheinbar großen heißen Rock-Kessels. Wie schon bei den vorherigen Alben, liegt in der minimalen Dosierung und den kleinen Appetithäppchen das eigentliche Erfolgsrezept der Band.
- Nach und nach scheint man gefüttert zu werden. Und umso mehr man zuhört, umso mehr wird man gefüttert. Hypnotisierend. Auf und ab. Kritzelnd. Abstrakt. Mid-tempo-Wutanfälle. Temporeiche Spritzen. Ein oder zwei Witze obendrauf.
- Dazu sind Albinis Lyrics garstiger geworden als sonst. "Prayer to God" ist weder eine Bitte um Vergebung noch ist es voll christlicher Liebe. "Canaveral" handelt davon, einen Feind ins Universum zu treten, in der Hoffnung, dass dieser zu Dünger wird. Absurd und dennoch groß. Oder gerade deswegen.
- Nun ja, Du scheinst aber Shellacs Sound zu kennen. Und von daher wirst Du Dir jetzt Deine eigene Meinung zum Album gemacht haben, oder?! Du weißt, was Du erwarten kannst. 1000 Hurts ist zwar nicht ganz so perfekt wie At Action Park, aber sicherlich besser als Terraform. Durch die Dominanz des A-Tonalen und Anti-Commercial-Rocks sind Shellac immer noch was besonderes.
- Dennis Vihar
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Shellac auf Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Shellac_(band)
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