
(1) Halo of Ashes
(2) All I Know
(3) Look at You
(4) Dying Days
(5) Make My Mind
(6) Sworn and Broken
(7) Witness
(8) Traveler
(9) Dime Western
(10) Gospel Plow
In vielerlei Hinsicht haben die Screaming Trees ihre großen Chancen vertan. Sie veröffentlichten Sweet Oblivion zu einer Zeit, als Grunge gerade die Aufmerksamkeit der Massen anzog; jedoch tourten sie nicht ausreichend genug um ihr Album auch selbst zu promoten. Andere Seattle-Bands waren da schlauer und energischer wobei diese den Erfolg einheimsten und die Trees dumm aus der Wäsche gucketn. Vier Jahre später dann veröffentlichte die Band ihr drittes Majorlabel-Album Dust. Zu dieser Zeit jedoch war der Sound der Gruppe den Radiostationen des Landes zu eigenartig für Alternative Rock. Das war mehr als schade und unglücklich, denn Dust war das stärkste und intensivste Album der Screaming Trees. Sicherlich sind die rauen Kanten, die Alben wie Uncle Anesthesia zum kochen brachten, verschwunden, dennoch ist das Album ein rustikales Hard-Rock-Album, ebenso beeinflusst vom Heavy Metal und Folk. Der Einfluss von Mark Lanegans gespenstischen Soloalben ist sowohl beim Sound als auch beim emotionalen Ton offensichtlich, aber dieses Album ist alles andere ein Soloprojekt – der Rest der Gruppe hat der mageren Prosa von Lanegan ein staubiges Gewicht auferlegt. Die Screaming Trees klingen so straff konsequent wie nie zuvor und ihre Melodien und Hooks sind stärker, unvergesslicher. Dust ist einfach nur das beste Album der Gruppe.
- Dennis Vihar.
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