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- Pavement
- f. 1989 in Stockton, Kalifornien, USA db. 1999
- Lo-Fi, Indie Rock, Alternative Pop/Rock
Brighten the Corners / 11. Februar 1997 / Domino 




(1) Stereo
(2) Shady Lane
(3) Transport Is Arranged
(4) Date With Ikea
(5) Old to Begin
(6) Type Slowly
(7) Embassy Row
(8) Blue Hawaiian
(9) We Are Underused
(10) Passat Dream
(11) Starlings of the Slipstream
(12) Infinite Speak

- Ein gewisser Unterschied zwischen Zugänglichkeit und dem eigenen Brennpunkt zeigt sich bei Pavements viertem Album Brighten the Corners deutlich. Am Fuße des göttlichen Durcheinanders von Wowee Zowee angekommen, kann der in sich geschlossene und durchaus sarkastische Sound durchaus den Eindruck eines eingänglichen Albums vermitteln. Oder zumindest die Zuflucht zu den Song-Geschicklichkeiten von Crooked Rain, Crooked Rain. Dazu ist das Album erstaunlich ruhig, ganz im Gegensatz zu den früheren Noise-Ausbrüchen die doch so so Pavement-typisch gewesen sind. Es wäre ein fataler Irrtum den Fehl von Noise als bloße Erwachsenheit oder als bloße Geschicklichkeit in den Liedern abzutun. Beides wäre falsch und nicht annähernd der Wahrheit entsprechend. Brighten the Corners ist erwachsen aber tritt der bloßen Weisheit in den Hintern. Das Album ist melodisch aber zutiefst komplex. Die Geschenke werden erst nach und nach verteilt. Man kriegt bei jedem Hinhören gerade soviel, dass man wiederkommen will und wird. Zuerst hört sich der dissonante Singsang-Vers von Opener "Stereo" unangenehm und peinlich an, zieht sich aber bis in den fröhlichen, ansteckenden Ausbruch des Chorus hinein und durchtränkt ihn sogar. Diese Dissonanz gepaart mit melodisch anmutenden Ausbrüchen bilden den Mikrokosmos der Anziehungskraft des Albums. Beim allerersten Mal zeigen die windige Melodie von "Shady Lane", der psychotische Jangle Pop von "Date With Ikea", der epische Charme von "Type Slowly" und die schnelle Hast von "Embassy Row" ein erstes Bild. Erneutes Hören aber bringt das Durchbrechen der Schallmauer. Lyrische Details werden deutlich die sich dauerhaft in das Hirn fräsen. Malkmus Hip-Hop-Einflüsse auf "Blue Hawaiian" und die stille Schönheit von "Transport Is Arranged" entfalten sich ebenso erst nach einiger Zeit. Während die Überlegenheit von ruhigeren Songs und die ruhige Produktion das Album konzentrierter erscheinen lassen als Wowee Zowee, hat es nicht die reiche Vielfalt seines Vorgängers. "Type Slowly" erreicht am ehesten die melodische Größe von "Grounded"; aber es bleibt ein völlig zwingendes Zuhören.
- - Dennis Vihar
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