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- Neil Young
- geb. 12. November 1945 in Toronto, Ontario, Kanada
- Hard Rock, Album Rock, Country Rock
Freedom / Oktober 1989 / Reprise 





(1) Rockin' in the Free World (live)
(2) Crim in the City (Sixty to Zero, Pt. 1)
(3) Don't Cry
(4) Hangin' on a Limb
(5) Eldorado
(6) The Ways of Love
(7) Someday
(8) On Broadway
(9) Wrecking Ball
(10) No More
(11) Too Far Gone
(12) Rockin' in the Free World (album version)

- Neil Young ist berühmt dafür, schon komplett aufgenommene Alben über Bord zu werfen und geschriebene Songs in diverse Stile umzuschreiben. In den Jahren vor Freedom ist dieses Rezept nicht immer aufgegangen. Viele enttäuschende Alben waren das Resultat seiner Vorgehensweise und nicht zuletzt deswegen verlor Young auch viele seiner hartgesottenen Fans, sowie den Glauben an ihn seitens der Musikszene. Mit Freedom gelang ihm ein atemberaubendes Comeback und Young präsentierte das beste, und zugleich härteste, Album seit Rust Never Sleeps. Die Fans bedankten sich auf ihre Weise und bescherten ihm ein kommerzielles Comeback der besten Sorte. Mit Freedom veröffentlichte der Kanadier bisher unveröffentlichte Projekte die in den letzten Jahren neben seinen offiziellen Aufnahmen geschrieben worden sind. Erstmals wieder seit der EP Eldorado, die nur in Asien veröffentlicht wurde, traut Young sich ein Hardrockalbum aufzunehmen und ungeniert seine noch so rohe Energie und all seinen Frust rauszulassen. In diesen Liedern, besonders bei "Don't Cry", das sich wie ein Song über Trennung anhört, und "On Broadway", ein Cover des gleichnamigen Drifters Hit, spielte Young heftig verzerrte Gitarren über ein Rhythmusschema, das an die alten Crazy Horse Zeiten erinnert. So rauh und heiser, dass man Gänsehaut davon bekommt. Dazu kommt ein Follow-Up zu Youngs vorherigem Album This Note's For You. "Crime in the City" und "Someday" setzen das Six-Piece-Horn-Schema fort und entwickeln es sogar weiter. Young machte es melodischer, die Lieder wirken emotionaler und auch melancholischer als auf dem Vorgänger. Es mag zu Teilen auch an Bob Dylans "All Along the Watchtower" erinnern.
- Des Weiteren spart Neil auch nicht mit seinen Countrysongs. Akustiktracks wie "Hangin' on a Limb" und "The Ways of Love" erinnern wieder an die alten Harvest- und Comes a Time-Zeiten. Diese beiden Lieder wurden zusammen mit Linda Ronstadt aufgenommen und lassen nichts missen. Mit dem Nightclub-Song "Too Far Gone", das in seiner Melodik an Youngs Stars 'n Bars erinnert, lässt Young auch nicht die Ära seiner Drunk-Songs aus, und zelebriert sie weiter.
- Es verwundert in keiner Weise, dass Freedom ein voller Erfolg wurde. Denn mit seinen Songs toppt Neil Young all seine früheren Stücke. Grund dafür mag sein, dass er diesmal mehr als sonst seine Vergangenheit verarbeitet. Und sie drängen sich dem Hörer nicht sofort auf, sondern man muss schon näher hinhören um den Sinn der Songs zu verinnerlichen. Ob es nun Youngs Kritik an die US-amerikanische Politik ist ("Rockin' in the Free World"), oder die Verurteilung der Drogen ("Don't Cry", "Hangin' on a Limb") . . . die Herzen der Fans haben bis heute nicht aufghört zu schlagen. Aber gleichzeitig lebte die Angst mit, dass er niemehr solch ein Album aufnehmen wird.
- - Dennis Vihar
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Neil Young online: www.neilyoung.com
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