
The Weight Is a Gift / 9. September 2005 / Barsuk ![]()
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(1) Concrete Bed
(2) Do It Again
(3) Always Love
(4) What Is Your Secret?
(5) Your Legs Grow
(6) All Is a Game
(7) Blankest Year
(8) Comes a Time
(9) In the Mirror
(10) Armies Walk
(11) Imaginary Friends
Schon 2003, also knapp zwei Jahre vor der eigentlichen Veröffentlichung, wurde Vorgänger Let Go als Meilenstein in der Indie-Rock-Szene angesehen. Nada Surf verließen Elektra und wurden bei Barsuk heimisch und konnten sich dort mit ihren neuen Aufnahmen austoben. Die einstig ersprießlichen Punk-Rock-Keime von Let Go sind diesmal relaxter als sonst und sprießen sonnengenährter. Und der jungenhafte Charme von High/Low, der die Band Mitte der 1990er so erfolgreich machte, wird wohl – Gott sei Dank! - auch nie erblassen. Aber knapp zehn Jahre später scheinen sich Nada Surf wohl nicht mehr so sehr an diesen angstgetriebenen, tempogeladenen O-Tönen zu interessieren, zumal jedes Bandmitglied mittlerweile schon über 30 Jahre alt ist.
Dieses Album von elf Songs stellt nahezu jedes Pop-/Rock-Klischee in Frage, wirft Fragen auf und bricht bis dato geltende Konventionen. Und manchmal ist es nicht immer so einfach, das ein oder andere Element näher zu beleuchten. Nada Surf haben ein paar wunderbare Songs für freidenkende, analytische und optimistische Individualisten geschrieben ohne dabei übertrieben komplex zu sein. Das Resultat hieraus ist, dass Nada Surf und Produzent/Death-cab-for-Cutie-Gitarrist Chris Walla ein grandioses Pop-/Rock-Album erschaffen haben. Es ist weitaus mehr als ein emotionsgeladenes Ding, mit soften und verzerrten Gitarrentönen, geflüsterten Harmonien. Und Frontmann Caws Handschrift des unverwechselbar süß-jugendlichen Gesangs ist ebenfalls ein Aushängeschild. Von der monströsen Orchestralisierung von „My Legs Grow“ und der glänzenden Zuversicht in „All Is a Game“ bis zu den kompromissloseren und rollenden Stücken wie „Blankest Year“ und „Armies Walk“ verliert die Scheibe nie an Wucht.
Jedes Stück ist perfekt getrimmt und keines der Lieder bedarf einer aufgeblähten Produktion. Das beste und glänzendste Album der Band bis dato.
- Dennis Vihar
Nada Surf online: www.nadasurf.com
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