Monster Magnet
f. 1989
Hard Rock, Heavy Metal, Stoner Metal, Alternative Metal

Powertrip / 16. Juni 1998 / A&M  

(1) Crop Circle
(2) Powertrip
(3) Space Lord
(4) Temple of Your Dreams
(5) Bummer
(6) Baby Götterdämmerung
(7) 19 Witches
(8) 3rd Eye Landslide
(9) See You In Hell
(10) Tractor
(11) Atomic Clock
(12) Goliath and the Vampires
(13) Your Lies Become You

Entweder sie waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort oder es war die Co-Produktions-Hilfe von Matt Hyde, die enorme Erfahrung der Band ihre Kräfte zum äußerst Positiven zu vereinen oder aber Dave Wnydorfs Talent, die richtigen Radiohits mit dieser nimmer endenden Power zu schreiben . . . Powertrip vereint alles zum besten für Monster Magnet. Glücklicherweise fehlt nichts was diese Band einst so groß gemacht hat - Hawkind-umfassender Space Rock gepaart mit Heavy Metal-Intensität und obendrauf dieser ernsthaft konsequent durchzogene Witz, angefangen beim Artwork bis hin zu den Songtiteln ("Baby Götterdämmerung", "Goliath and the Vampires", "2rd Eye Landslide"). Aber diese schiere Ball-deine-Faust-und-schrei!-Energie war noch nie so enorm und kräftig wie hier. Bewiesen wird dies mit diesem roh-gewalttätigem Gitarrensolo und Instrumental-Break auf dem Opener "Crop Circle" bis hin zum Gewaltigem von "Atomic Clock". Obwohl sie schon so lange dabei und eine feste Größe im Stoner Metal sind, scheinen sie mehr und mehr gewachsen anstatt müde geworden zu sein. Ihre Betonung liegt auf direkten, dreckig-heftigen und niederschmetternden Monsterrock. "Bummer" als psychedelische Stoned-Nummer unterstreicht die Ambitionen der Band nur bestens. Wyndorfs Gesang ist vielfältiger und ein wenig höher als sonst - was wiederum einen guten Kontrast zum Klangteppich bildet. Die relaxteren Momente wie auf "Baby Götterdämmerung" wirken trotzdem wie ein Schall-durchbrechender Knall, der jederzeit hochgehen könnte. Sie haben halt den Dreh raus, den Erwartungen der Fans und Kritiker gerecht zu werden und noch ein Stück über sich hinaus zu wachsen. Die Single "Space Lord" beginnt mit einem dünnen und luftigen Folkthema, was aber immer fetter wird und dem gewaltigen Stoner Metal weichen muss. "19 Witches" dagegen flirtet mit Spaghetti-Western-Gezupfe und "See You in Hell" hat ein Keyboard auf das Ray Manzarek eifersüchtig sein würde. Wyndorfs (mehr als gute!) Metaphorik der bösen Welt, mit all seinen dreckigen Schlachtfeldern und den Themen Sex, Geld, Macht und Religion wird perfekt mit dem Artwork in Szene gesetzt.
Am besten man zitiert einfach eine Zeile aus "Temple of Your Dreams", um das gesamte Thema des Albums zu reflektieren: "Wake up baby, 'cause I'm coming to you from the future."
- Dennis Vihar

 

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