Meat Puppets
f. 1980 in Tempe, Arizona, Vereinigte Staaten von Amerika
College Rock, Alternative Pop/Rock, Cowpunk

Forbidden Places / 9. Juli 1991 / London / Bewertung:  

(1) Sam
(2) Nail It Down
(3) This Day
(4) Open Wide
(5) Another Noon
(6) That's How It Goes
(7) Whirpool
(8) Popskull
(9) No Longer Gone
(10) Forbidden Places
(11) Six Gallon Pie

Endlich haben es die Veteranen des Indie Rocks geschafft und einen Vertrag mit einem Majorlabel unterzeichnet. Und es waren Anfang der 1990er niemand geringerer als London Records, Heimat der Kultrocker ZZ Top - eine der Lieblingsbands der Puppets. Wenn man Forbidden Places mit dem direkten Vorgänger Monsters vergleicht, könnte man annehmen dass die Meat Puppets diesmal eine experimentellere Seite einschlagen als zuvor. Weg von ihrem eigentlch rohen und ungeschliffen direkten Sound. Aber bei einem genaueren Hinhören stellt sich dann doch heraus, dass die Puppets das Livefeeling ihrer Studioaufnahmen endlich wieder vermitteln. Das hievt Forbidden Places in den Olymp der Puppet-Meisterwerke. Bedauerlicherweise ging aber auch dieses Album mal wieder in dem Meer der Veröffentlichungen unter und wurde von nahezu jedem Kritiker übersehen. Oder auch unterbewertet. Dies mag auch an der gewaltigen Seattle-Grunge-Welle anno 1991 liegen. Der tempogeladene Opener "Sam" ist ein rasierklingenscharfes Rockstück mit humorösen, leicht schnellen Vocals der Kirkwood-Brüder. Andere Highlights hierauf sind das bluesige "Nail It Down", das friedliche "This Day" und "No Longer Gone" und solch grandiose Raser wie "Open Wide", "Popskull" und der Titelsong. Nun, und was wäre ein Meat Puppets-Album ohne Country-Liederchen? Das einsame "That's How It Goes" und das halsbrecherische Finish mit "Six Gallon Pie" zeigen die Country-Wurzeln der Band ohne Einbuße.
- Dennis Vihar

 

Meat Puppets online: www.meatpuppets.com

Copyright © 2007 by Dennis Vihar and DeViCom. All Rights Reserved.