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- Kings of Leon
- f. 2000 in Nashville, Tennessee, Vereinigte Staaten von Amerika
- Alternative Pop/Rock, Southern Rock, American Trad Rock
Because of the Times / 20. April 2007 / RCA 



(1) Knocked Up
(2) Charmer
(3) On Call
(4) McFearless
(5) Black Thumbnail
(6) My Party
(7) True Love Way
(8) Ragoo
(9) Fans
(10) The Runner
(11) Trunk
(12) Camaro
(13) Arizona

- Wie bei so vielen neuen und jungen Bands kommt auch bei den Kings of Leon zwangsläufig die Frage auf: Wohin geht die Richtung bei ihrem nunmehr dritten Album? Entwickeln sie sich weiter, werden sie erwachsen, wie definieren sie Erwachsenwerden für sich selbst und ihre Musik, und so weiter . . .
- Interpol wären hierbei ein klassisches Beispiel: Sie scheren sich einen Dreck für's Weiterentwickeln und bleiben bei ihrem Stil. Auch ihr nunmehr drittes Album zeigt keine Anstalten der musikalischen Öffnung. Bei Interpol war und ist es nicht wirklich eine Wohltat. Und bei den Kings of Leon? Zwischen Album eins und zwei konnte man eine Entwicklung ausmachen: der dreckige Südstaatenrock war auf Youth & Young Manhood kompromiss- und schnörkellos. Auf Aha Shake Heartbreak wurde man ruhiger, brachte mehr Melodie in die harte und schleppende Stimme des Caleb Followill und die Gitarren waren geschmeidiger und rundeten alles irgendwie ab. Auch die Lyrik war gesetzter.
- Mit Because of the Times geht es wieder weiter. Post Punk scheint Prog-Rock-Ästhetik zu treffen. Die Nasville-Brüder haben ihre Pop-Seite ein wenig hinter sich gelassen und scheinen eine dunklere Seite des Rocks gefunden zu haben. Womit deren Musik auch ein wenig hirnlastiger erscheint. In der Tat, sollte Alan Parson den Allman Brothers einmal sein Raumschiff ausleihen, dann wäre Because of the Times die dazu passende Odyssee. Und während dies zu allerlei neuen, spannenden Momenten führt, würde der Weggang vom bekannten Country Rock und den fangenden Melodien gleichsam bedeuten, eine große Fangemeinde hinter sich zu lassen. Denn Because of the Time ist nun voll von komplizierten und expansiven Elementen. Dazu noch viel mehr Percussion. Eine Herausforderung sowohl für die Band als auch für die Fans.
- Gesagt, getan: mit dem Opener "Knocked Up" stellt Caleb seine Entwicklung zum erwachsenen Sänger und vielfältigen Lyriker sofort unter Beweis. Vergleiche mit Größen wie Bruce Springsteen und Neil Young kommen da einem sofort ins Gedächntis. Und diese Entwicklung tut der Band irgendwie gut. Und auch irgendwie nicht. So recht ungebunden und freizügig scheinen sie nicht mehr zu wirken. Ebenso wirken die melancholische Single "On Call" und das exzentrisch rollende Drama "McFearless" wie Bomben die nicht recht hochgehen wollen. Schade eigentlich, denn das Potenzial der Band und dieser Tracks ist ein ganz anderes. Das Korsett "True Love Way" und "Ragoo" scheinen sie ständig platzen lassen zu wollen, aber es will nicht recht gelingen.
- Dennis Vihar
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