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- Institute
- f. 2004
- Post Grunge, Alternative Pop/Rock, Metal Rock, Alternative Metal
Distort Yourself / 13. September 2005 / Interscope 

(1) Bullet-Proof Skin
(2) When Animals Attack
(3) Come on Over
(4) Information Age
(5) Wasteland
(6) Boom Box
(7) Seventh Wave
(8) The Heat of Your Love
(9) Ambulances
(10) Secrets and Lies
(11) Mountains
(12) Save the Robots
(13) The Buzz of My System [bonus track]

- Gavin Rossdale wurde schon mit Bush immer mehr zum Alternative-Mittelmaß. Deren Erst- und Zweitgeburt waren noch schimmernde Firmanente am bewölkten Alternative-Himmel, aber all deren Nachkömmlinge waren nur noch mitleiderregende Alternative-Suppen. Und da dachte sich Gavin, die alten Herren von Bush alleine zu lassen und mal was neues (?) zu machen. Härter. Roher. Ohrenbetäubender. Mit Ex-Helmet Page Hamilton an den Knöpfen und all den anderen Jungs von harten Bands der Rockgeschichte (Chris Traynor von Orange 9mm und Helmet, Cache Tolman von CIV und Rival Schools). Und nun muss man mit der Geburt namens Distort Yourself leben - oder auch nicht. Die, die aus dem Bush-Lager kommen und deren alte Aufnahmen als Maßstab sehen, hören getrost wieder weg und ziehen eine Fresse bis Texas. Die, die aus dem Helmet oder Rival Schools-Lager kommen . . . die machen genau das gleiche. Aber pubertierende Teenies, die nichts anderes als Plastik-Rock und müde Riffs als Standard nehmen, und auch immer noch zu Limp Bizkit abrocken, weil die ja "irgendwie cool sind", die werden dieses Album mögen.
- Aber insgesamt betrachtet ist Distort Yourself aalglatt. Eine Arbeitsplatte, wie wir sie von Rossdale mittlerweile gewohnt sind. Ob es nun die schneidend klaren Strikes oder Vibratos und kühlen Stop-and-Go-Riffs von "When Animals Attack", die laue Bassline auf "Wasteland" oder die einfach nur müde und langweilige Ballade "Ambulances" ist: Distort Yourself hält sich im unteren Mittelmaß der heutigen Metal Rock-Veröffentlichungen auf. Man wünscht sich mehr Knochenmark bei der Band, mehr Signifikantes an dem man die Band ausmachen kann. Aber dieses Problem haben ja bekanntlich nicht nur Institute. Daran ändert auch der einzig gute Track "Boom Box" nichts, der mittendrin überraschende Elemente aufweist und aus dem Schema F ein wenig herausbricht.
- Ich greife doch lieber zu Meantime und Razorblade Suitcase und lass es mir richtig besorgen.
- - Dennis Vihar
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