fIREHOSE
f. 1986 db. 1994
American Underground, College Rock, Alternative Pop/Rock, Post-Punk

fROMOHIO / 1. Januar 1990 / SST  

(1) Riddle of the Eighties
(2) In My Mind
(3) Whisperin' While Hollerin'
(4) Vastopol
(5) Mas Cojones
(6) What Gets Heard
(7) Let the Drummer Have Some
(8) Liberty For Our Friend
(9) Time With You
(10) If'n
(11) Some Things
(12) Understanding
(13) 'Nuf That Shit, George
(14) The Softest Hammer

Welch atemberaubender Selbstfindungsprozess: Nach nur einem einzigen Album haben es fIREHOSE geschafft, dass man nur die ersten 30 Sekunden eines ihrer Lieder hören muss, um zu wissen welche Band da gerade spielt. Diese wunderbare Symbiose von Punk, College Rock, Country und Underground hat die Band so einzigartig gemacht. Crawfords leidenschaftlich gezupfte Telecaster, der groovende und nie müde werdende Bass von Mike Watt und das rollende Getrommel von Hurley bringen einen dazu mit dem Hintern die ganze Zeit mitzuwackeln. Dass die Band die Lieder in nu 30 Stunden aufgenommen hat, kann man nur erahnen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen bei den Bandproben direkt mit im Studio oder in der Garage zu stehen. Der Schlüssel zum Erfolg scheint wohl der zu sein, dass die Band nie versucht ihre Lieder unnötig mit überflüssigen Harmonien und Elementen zu überladen. Die meisten Songs bleiben schlichtweg simpel. Und gerade dies scheint die Dreier-Combo zu verstehen. Dann darf auch mal der Schlagzeuger zwei Songs alleine eintrommeln, ohne dass es langweilig wird ("Let the Drummer Have Some", "'Nuf That Shit, George"). fIREHOSE versuchen, Gott sei Dank, schon seit If'n nicht mehr Black Flag oder Minutemen zu sein. Alle drei haben sich zusammengefunden um ihre Talente an ihrem jeweiligen Instrument zu vereinen. Herausgekommen sind wunderbare Opener wie "Riddle of the Eighties" oder pure Crawford-Kracher wie "Time With You" oder "In My Mind". "Whisperin' While Hollerin'" und "What Gets Heard" wurden wahre Livelieblinge bei den Fans, wohl gerade wegen dem einzigartigen Groove von Mike Watt.

fROMOHIO unterscheidet sich in der Stilrichtung nicht sonderlich von If'n, sondern setzt genau dort wieder an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Zudem hat sich die Band hier und da noch weitergewicket, wirkt noch vereinter. Gerade der lethargische Schlusspunkt "The Softest Hammer" beweist, mit was für einer Größe im Underground-Sektor man es damals zu tun hatte.
- Dennis Vihar

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