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- Alice in Chains
- f. 1987, Seattle, WA, USA
- Hard Rock, Alternative Pop/Rock, Heavy Metal, Grunge, Alternative Metal
Alice in Chains / 21. November 1995 / Columbia 



(1) Grind
(2) Brush Away
(3) Sludge Factory
(4) Haven Beside You
(5) Head Creeps
(6) Again
(7) Shame in You
(8) God Am
(9) So Close
(10) Nothin' Song
(11) Frogs
(12) Over Now

- Die zerstörerischen Gerüchte um das Ableben der Band, beruhend auf der Heroinsucht von Layne Staley, wurden durch die bemerkenswerte Leistung auf Alice in Chains ganz schnell zerschlagen. Das Album ist das am besten produzierte der Band und zweifelsohne das erwachsenste Werk der Combo aus Seattle. Alice in Chains baut weniger auf Heavy-Metal-Riffs als auf Melodie und texturisch variierende Bearbeitungen. Eingentlich ein krasser Kontrast zu all den vorherigen Alben. Außerdem wurden die akustischen Stärken Alice in Chains aus den EPs wie Jar of Flies nicht mehr übergangen sondern in den Heavy-Metal-Sound integriert ("Heaven Beside You"). Zwar handeln die AiC-Lyrics immer noch von den alten Themen wie Verzweiflung, Trauer, Einsamkeit und Drogensucht, sind aber erwachsener und nicht mehr so nackt und miserabel wie sonst. Nein, die Lyrics sind diesmal getränkt von stärker werdender, wachsender Qualität, Schwierigkeit und Festigkeit - was man auf den vorherigen Alben wiederum vermisste. All diese Stärken spiegeln sich auf den Highlights des Albums "Grind", "Brush Away", "Over Now" und "Heaven Beside You" wider. Es scheint als wären sie einen Deal, ja nahezu einen Tausch, eingegangen - ihre kompromisslose Art gegen eine nahezu perfekte Produktion.
- Und trotzdem vermag man ein wenig enttäuscht von der Platte zu sein, auch wenn es so viele positive Dinge gibt. Die Scheibe hätte durchaus besser werden können. Es gibt Momente, in denen die Songs ohne Kraft und überproduziert wirken, sodass sie wohl kaum unvergesslich bleiben. Momente, in denen die Band nicht ungebunden und eher abgelenkt wirkt. Das wiederum kann den Trotz von Songs wie "Grind" ("you'd be well advised/not to plan my funeral 'fore the body dies") mehr wie eine Verleugnung wirken lassen; gerade als die dunkle Seite von Alice in Chains aufzuhellen schien, waren die internen Probleme der Bands zu heftig und schier unüberwindbar. So wurde Alice in Chains das letzte aufgenommene Studioalbum der Band, das die Öffentlichkeit jemals zu Gesicht bekommen würde.
- Dennis Vihar
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Alice in Chains online: www.aliceinchains.com
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