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- Aereogramme
- f. Apr 1998 in Schottland
Indie Rock
Seclusion / --- / Matador 





(1) Inkwell
(2) Dreams and Bridges
(3) The Unravelling
(4) I Don't Need Your Love
(5) Lightning Strikes the Postman
(6) Alternate Score

- Aereogramme bleiben voll und ganz ihrer Linie treu. Irgendwie. Und irgendwie auch wieder nicht. Immer noch erinnert einiges der CD an Vorgänger Sleep and Release: dieser zuckersüße Pop, diese harmonischen Momente und dann auch wieder auch das Harte und Ungeschliffene das zwischendurch immer durchbricht - gerade dann, wenn man es eigentlich nicht erwartet. Aber Seclusion wirkt gereift. Aereogramme wirken nicht mehr allzu zornig wie zuvor, sie spielen vielmehr mit ihrem Potenzial, einen Harmoniebogen bis auf das äußerste zu reizen, ohne in das Abstrakte oder gar Unerträgliche abzudriften. Schon der Openener "Inkwell" beweist es: nicht mehr ganz so jähzornig wie "Indiscretion #243", aber dennoch hart und straight. Craig Bs Gesang wirkt gefühlvoller, und die dazu deftigen Gitarren bilden einen solch kraftvollen und auch einprägsamen Klanteppich, dass man den CD-Player nur auf Repeat für dieses Lied stellen möchte. Schon dieses eine Kraftpaket namens "Inkwell" wirkt als wenn es nicht getoppt werden könnte. Dennoch machen sie mit ihrer altbewährten Art weiter, plötzliche Harmonie und Stille mit harten Riffs zu brechen ("Dreams and Bridges") aber diesmal so dunkel und auch gefühlvoll, dass man seine Augen nicht mehr öffnen mag. Wie schon gesagt: Irgendwie immer noch die Alten, aber auf einer Art dann doch nicht. Alles wirkt noch eine Ebene höher. Mehr Melodiebögen. Mehr Stille wo eigentlich harte Gitarren im Hintergrund wirken. Vielleich ist es die Kombination zwischen Craigs Stimme, den Gitarren von B und Cook, Iain Cooks Elektroniklängen und Martin Scotts kompromisslosen Drums. Sie harmonieren zusammen wo es eigentlich nicht geht. Auf einem Schrottplatz wird ein Rockkonzet mit einem Dirigenten veranstaltet . . .
- Und dann, wenn man es kaum nicht mehr erwartet, brechen sie wieder los und wirken härter denn je; wie am Ende von "Dreams and Bridges", als man meint dass alles schon gelaufen ist. Definitiv ist Aereogrammes Elektronic-Psychodelica eine Stufe weiterentwickelt ("The Unravelling"), genauso wie ihre zuckersüßen Popharmonien die mittlerweile schon Mitheulcharakter haben ("I Don't Need Your Love", wobei der Songtitel hundertprozentig zu dem Sound passt).
- Und dann schließt das Album mit einem schier unendlichen Instrumentalsong ("Alternate Score") der alle Fähigkeiten von Aereogramme zu vereinen versucht, was wiederum die einzige Schwäche des Albums scheint. Denn irgendwie hängt dieser Track zu sehr in der Luft und hinterlässt kaum Spuren beim Zuhören.
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Aereogramme online: www.aereogramme.co.uk
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Änderungsdatum: Sonntag, 11. Dezember 2005