Aereogramme
f. April 1998 in Schottland
Indie Rock

My Heart Has a Wish That You Would Not Go / 6. Februar 2007 / Chemikal Underground  

(1) Conscious Life for Coma Boy
(2) Barriers
(3) Exits
(4) A Life Worth Living
(5) Finding a Light
(6) Living Backwards
(7) Trenches
(8) Nightmares
(9) The Running Man
(10) You're Always Welcome

My Heart Has a Wish That You Would Not Go setzt nicht wirklich dort an, wo die 2004er EP Seclusion oder Albumvorgänger Sleep and Release mit ihren Psychedelic-Rock-Elementen aufgehört haben. Immer noch erfüllen Aereogramme die Ewartungen an melodieversessenen Songs, die voller Wut und Epik sind. Aber sie haben sich insofern um 180 Grad gedreht, als dass ihr Sound mehr und mehr reiner Indie geworden ist. Der rein künstlerische Anspruch der Band selbst hat sie ruhiger und bedachter werden lassen. Knapp ein halbes Jahrzent vor My Heart..., auf ihrem Debüt A Story in White, wüteten Aereogramme so dermaßen mit elefantischen Gitarren, wuchtigen Bässen und Holzfäller-Drums um sich, dass man meinte in der Steinzeit des Rocks angekommen zu sein. Seitdem sind sie mehr und mehr ruhig geworden. Bis hier hin. Die Lieder haben mehr Textur angenommen. Die Orchestrierung ist eine wuchtigere, die Texte lyrischer, mit mehr Kompromissen. My Heart... ist voller Streicher, dramaturgischen Keyboards, weiseren Lyrics.
Manchmal meint man schon, eine Platte von Moody Blues/Pink Floyd zu hören, so dick aufgetragen ist so manches. Und irgendwie kommen einem dann Gedanken an Radiohead und Coldplay und dessen Klangbildern. Craig B. ist weniger selbstbewusst als zuvor. Er scheint ein wahrer Frontman geworden zu sein, der sich am meisten für die Glanzstücke "Barriers" und "Nightmares" engagiert.
- Dennis Vihar

 

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