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- Durch das Kombinieren von harten, röhrenden Gitarren und
Stop-Start-Dynamiken mit melodischen Pop-Hooks und durch das clevere
Hinzufügen von kontrastierenden Mann-Frau-Harmnonien und durch die
ungewöhnlich kryptischen Lyriken waren die Pixies die einflussreichste
amerikanische Alternative-Band der späten 80er. Die Pixies waren nicht
gerade super-talentierte Instrumentalisten: Black Francis schrie seine
Texte ins Mikrophon während Joey Santiago seine Gitarre nahezu als
"einen Rasenmäher zweckentfremdete" und dadurch explodierende
Klangspiralen erzeugte. Aber die Band besaß Einfallsreichtum und konnte
sich durch ihren Innovationsreichtum in die Herzen ihrer Fans spielen.
Erstmals hatten die sonst in den 80er Jahre musikalisch benachteiligten
Rock-Fans wieder einen Grund zur Freude: Die Pixies hatten das gerettet,
was verloren schien - psychotischer Rock, Punkelemente im Stile der Sex
Pistols, Stadion-Rock mit gewaltigen Riffs und die vielseitigen Texte von
Black Francis, die von Religion, Sex oder auch das Weltall
handeln.
- Die Pixies legten einfach nur den Grundstein des
Alternative-Rocks der folgenden 90er: Nirvana ist da das beste Beispiel.
Doch MTV weigerte sich Videos der Pixies zu spielen, da deren Songs nicht
in den Musikstil der 80er passten. Dance- und Discomusik waren
angesagt.
- Die Pixies wurden 1986 von Charles Thompson und Joey
Santiago in Boston, USA gegründet. Thompson hatte schon bevor er als
Highschool-Absolvent an die Ostküste zog, in seiner Teenagerzeit,
angefangen Musik zu spielen. Nach Studienreisen nach Puerto Rico (wo er
auch Spanisch lernte) entschied er sich in die USA zurückzukehren um eine
Band zu gründen. Er gab daraufhin seine Schullaufbahn auf und ging nach
Boston um Joey Santiago zu überreden, ihm zu folgen. Auf ein Inserat in
der Zeitung, dass die beiden einen Bassisten suchen, meldete sich Kim Deal
(auch bekannt unter dem Namen: Mrs. John Murphey auf den ersten beiden
Platten der Pixies) die schon vorher mit ihrer Zwillingsschwester Kelly in
der Folk-Rock Band Breeders gespielt hat. Daraufhin wurde auch schon ein
Schlagzeuger gefunden: Dave Lovering. Thompson nannte sich nun fortan
Black Francis.
- Nach einem Konzert war es dann soweit: Die Band nahm,
nach der "Entdeckung" von Gary Smith, 18 Songs in den Boston's
Fort Apache Studios auf. Die 18 Songs starke Demo The Purple Tape fiel
dann nach einigen Verteilungen seitens der Bands dem Chef von dem
englischen Label 4AD, Ivo Watts, in die Hände. Watts 'heuerte' die Band
an. Die Pixies nahmen daraufhin jenes Demo-Tape wieder unter dem neuen
Namen Come on Pilgrim auf (1987).
- Nur ein Jahr später nahm die Band ihren ersten
Longplayer unter der Regie von Steve Albini auf - Surfer Rosa. Albini gab
der Band einen härteren und ausgeprägteren Sound als auf Come on
Pilgrim. Das Album erntete viele gute und ausgezeichnete Kritiken
sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Vereinigten Königreich.
Ende des Jahres unterzeichnete die Band einen Vertrag bei Elektra Records.
Wieder knapp ein Jahr später wurde das nächste Album unter der Regie von
Gil Norton aufgenommen - Doolittle (1989). Auch dieses Album
erntete wieder gute Vorgänger wie sein Vorgänger. "Monkey Gone to
Heaven" und "Here Comes Your Man" wurden Top 10-Hits in den
USA. In den USA stieg Doolittle auf Platz 98 ein, in
Großbritannien auf Platz 8. Während ihrer Karriere waren die Pixies in
Großbritannien und ganz Europa erfolgreicher als in den USA, was auch
durch die erfolgreiche "Sex and Death"-Tour bewiesen wird. Die
Band wurde erfolgreich durch Francis notorischen Auftritten und durch
Deals blütenden Charme und Witz.